Texte

Schriftmischungen, die nur der Fachmann erkennt, sind sinnlos.

Hans Peter Willberg, 1997.

Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 138.




Um die Wirkung einer Arbeit zu steigern, bedient sich der Setzer der Linie, Farbfläche und des Ornaments.

Alle für den Wortlaut des Manuskriptes verwendeten Schriftlettern sind primäre Mittel. Um die Wirkung einer Arbeit zu steigern, bedient sich der Setzer der Linie, Farbfläche und des Ornaments. Das sind sekundäre Mittel. Die ersten muß er, die letzten kann er anwenden.

Josef Käufer, 1956.

Quelle: Das Setzerlehrbuch. Die Grundlagen des Schriftsatzes und seiner Gestaltung. 3. Auflage. Stuttgart: Otto Blersch, 1965. S. 290.




Man setzt den Satz zweispaltig oder dreispaltig, ohne zu bedenken, wie ermüdend das Lesen mehrspaltien Satzes ist.

Paul Renner, 1947.

Quelle: Das moderne Buch. Lindau: Jan Thorbecke, 1947. S. 32.




Die symmetrische Anordnung mußte weichen: diese ist eine Ordnung der Ruhe. Das Lesen aber ist eine Bewegung von links nach rechts.

Willi Baumeister, 1926.

Quelle: Neue Typographie. In: Die Form. Zeitschrift für gestaltende Arbeit, Nr. 10. Berlin, 1926. S. 215.




Die Abschnitt-Initialien können in der Grundschrift oder in einer konstrastierenden Schrift, im Grundschriftgrad, zum Beispiel halbfett, größer, mit oder ohne Einzug gesetz werden.

Die Abschnitt-Initialien können in der Grundschrift oder in einer konstrastierenden Schrift, im Grundschriftgrad, zum Beispiel halbfett, größer, mit oder ohne Einzug gesetz werden. Sie müssen deutlich sein, dürfen aber nicht dominieren und nicht den Eindruck von Kapitelinitialien erwecken.

Hans Peter Willberg, 1997.

Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 129.




Die Frage bei der Wahl der Satzart heißt nicht: was gefällt mir?, sondern: welche Form ist für diesen Text richtig?

Hans Peter Willberg, 1997.

Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 89.




Überschriften müssen sinngerecht gebrochen werden.

Hans Peter Willberg, 1997.

Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 175.




Daß eine funkelnagelneue Akzidenzschrift gestern eingelegt wurde, ist kein Grund, sie heute schon mit allen möglichen Grundschriften zu mischen.

Josef Käufer, 1956.

Quelle: Das Setzerlehrbuch. Die Grundlagen des Schriftsatzes und seiner Gestaltung. 3. Auflage. Stuttgart: Otto Blersch, 1965. S. 279.




Diese Groteskschriften sind die ›Natur‹, zu der wir zurückkehren müssen; sie bedeuten uns dasselbe, was dem modernen Architekten die Ingenieurbauten sind.

Eine Schrift, die diesem Zeitgefühl entspricht, müßte also exakt, präzis und unpersönlich sein. Sie müßte sich sinnvoll und ohne Umschweife als das darstellen, was sie ist. Ist sie Drucktype, so darf sie keine Schreibschrift nachahmen wollen. Unsere Druckschrift ist der maschinelle Abdruck maschinell hergestellter Metallettern, die mehr Lesezeichen sind als Schrift. Unsere Drucktype ist keine Ausdrucksbewegung, wie es die Handschrift ist; alle von links nach rechts drängende Dynamik, alles Breiter- und Schmalerwerden, das erst durch die geschnittene Rohr-oder Kielfeder in die Schrift hineingenommen ist, hat bei der Drucktype keinen Sinn. Wir müssen endlich einmal die Konsequenzen aus der Erfindung des Letterngusses ziehen. Diesen Forderungen unseres heutigen Formgefühles entspricht am ehensten das Bild der Groteskschriften, also der jüngsten Schrift der organischen, vom Künstler nicht gestörten Schriftentwicklung. Diese Groteskschriften sind die ›Natur‹, zu der wir zurückkehren müssen; sie bedeuten uns dasselbe, was dem modernen Architekten die Ingenieurbauten sind. Gelingt es uns, diesen Stoff zu bewältigen, dieser ›Natur‹ als Künstler Herr zu werden, so werden wir die Schrift unserer Zeit gefunden haben.

Paul Renner, 1927.

Quelle: Die Schrift unserer Zeit. In: Die Form. Zeitschrift für gestaltende Arbeit (Berlin), 2. Jg., 1927, Nr. 2. S. 110.




Immerhin ist die Linie, die feine wie die kräftigere, ein dankbares und bequemes Element zur Gliederung […].

Immerhin ist die Linie, die feine wie die kräftigere, ein dankbares und bequemes Element zur Gliederung, in ihrer Wirkung der waagrecht laufenden Schriftzeile ebenso verwandt wie entgegengesetzt. Sie verschafft sich Geltung, ohne sich vorzudrängen, schließt hier mit Entschiedenheit ab und leitet dort, einem Zeilenfall angepaßt, aufs verbindlichste über. Auch als Senkrechte, mehr oder weniger kräftig, erfüllt sie eine wichtige Funktion.

Josef Käufer, 1956.

Quelle: Das Setzerlehrbuch. Die Grundlagen des Schriftsatzes und seiner Gestaltung. 3. Auflage. Stuttgart: Otto Blersch, 1965. S. 289.




Der Umkehrfall mit einer scharfen rechten und einer flatternden linken Seite heißt rechtsbündiger Flattersatz und ist aufgrund der unterschiedlichen Zeilenanfänge viel schwerer zu lesen.

Der Umkehrfall mit einer scharfen rechten und einer flatternden linken Seite heißt rechtsbündiger Flattersatz und ist aufgrund der unterschiedlichen Zeilenanfänge viel schwerer zu lesen. Man benutzt ihn meist nur, wenn seine besondere grafische Wirkung wichtig ist, z.B. für Beischriften und Untertitel in Kombination mit Abbildungen.

Indra Kupferschmidt, 2002.

Quelle: Buchstabenkommenseltenallein. Ein typografisches Werkstattbuch. 3. Aufl. Weimar: Universitätsverlag, 2002. S. 69.




wer nach der römischen capitalis, wer nach mittelachse und versalien greift, enthüllt, dass er ein demonstrationsbedürfnis hat, um ein inneres vakuum zu verdecken.

Otl Aicher, 1988.

Quelle: Typographie. 3. Aufl. Lüdenscheid: Ernst & Son, 1995. S. 91.




Verbindliche Rezepte für Schriftmischungen können nicht gegeben werden. Das ist Sache des typografischen Feingefühl und der Schrifenkenntnis.

Hans Peter Willberg, 2009.

Quelle: Erste Hilfe in Typografie. Ratgeber für Gestaltung mit Schrift. 6. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt Mainz, 2009. S. 25.




Versalien sollten nur selten angewandt werden.

Versalien sollten nur selten angewandt werden. Versalien sind in größeren Mengen schwer lesbar; schon zwei Zeilen aus dem gleichen Grad untereinander wirken oft undeutlich.

Jan Tschichold, 1960.

Quelle: Erfreuliche Drucksachen durch gute Typographie. Eine Fibel für jedermann. Ravensburg: Otto Maier, 1960. 3. Aufl. Augsburg: MaroVerlag, 1996. S. 66.




Die Typographie bestand aus grob gesetzten Satzblöcken, die flächig das Papier bedeckten und ein manchmal verwirrendes Durcheinander von Farbflächen, Symbolen und fetten Linien in asymmetrischer Anordnung ergaben.

Das Weimarer Bauhaus (1923 als Dessauer Bauhaus gegründet und 1933 geschlossen) hat sich mit moderner Formgebung beschäftigt. Die Grotesk galt als die Universal-Druckschrift. Die Typographie bestand aus grob gesetzten Satzblöcken, die flächig das Papier bedeckten und ein manchmal verwirrendes Durcheinander von Farbflächen, Symbolen und fetten Linien in asymmetrischer Anordnung ergaben. Die Liebe zur Grotesk und eine gewisse Großzügigkeit des Satzbildes blieben lebendig bis heute.

Josef Käufer, 1956.

Quelle: Das Setzerlehrbuch. Die Grundlagen des Schriftsatzes und seiner Gestaltung. 3. Auflage. Stuttgart: Otto Blersch, 1965. S. 293.




Wieviel Textzeilen auf eine Überschrift noch folgen müssen, die im unteren Teil der Seite steht, hängt ebensosehr von der Bedeutung der Überschrift ab wie von der Gesamtzeilenzahl der Seite.

Wieviel Textzeilen auf eine Überschrift noch folgen müssen, die im unteren Teil der Seite steht, hängt ebensosehr von der Bedeutung der Überschrift ab wie von der Gesamtzeilenzahl der Seite. Eine Mindestzeilenzahl sollen auch Schlußseiten aufweisen. In beiden Fällen entscheidet das Gefühl. Regeln, die für solche Fälle genannt werden, können den vielfältigen Möglichkeiten im Buchsatz nicht gerecht werden.

Josef Käufer, 1956.

Quelle: Das Setzerlehrbuch. Die Grundlagen des Schriftsatzes und seiner Gestaltung. 3. Auflage. Stuttgart: Otto Blersch, 1965. S. 193.




die letzte einheit der staben, wie auch die jeder geometrischen figur und aller kunstformen ist der einfache strich, die linie, gerade oder gebogen.

Walter Porstmann, 1920.

Quelle: Sprache und Schrift. Berlin: Verlag des Vereins Deutscher Ingenieure, 1920. S. 83.




Schriftmischungen sind beschränkt, das heißt, es können nicht wahllos irgendwelche Schriften nebeneinander verwendet werden.

Hans Rudolf Bosshard, 1996.

Quelle: Sechs Essays zur Typografie, Schrift, Lesbarkeit. Zürich / Sulgen: Niggli, 1996. S. 146.




Bilder

book_l1

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Handschrift, Titelei

ifa_01

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, gedrehte Zeilen, Groteskschrift, Versalien

dy_03

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Blocksatz, Groteskschrift, rechtsbündiger Flattersatz

ifa_09

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Groteskschrift, Mittelachsensatz, Titelei, Versalien

dy_01

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Flattersatz, Groteskschrift

book_l10

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Flattersatz, gedrehte Zeilen

so_09

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Antiquaschrift, Flattersatz

dy_05

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Blocksatz, Groteskschrift, rechtsbündiger Flattersatz, Spaltensatz

book_l9

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Flattersatz, gedrehte Zeilen, Marginalien, Schreibmaschinenschrift

mj_01

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Antiquaschrift

bs_01

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Flattersatz, Groteskschrift, Versalien

dy_06

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Blocksatz, Groteskschrift, rechtsbündiger Flattersatz

so_03

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Antiquaschrift, Titelei

book_l4

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Flattersatz

bsb_02

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags geometrische Formen, Groteskschrift

bs_21

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Antiquaschrift, Mittelachsensatz, Titelei

bs_02

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Groteskschrift, Mittelachsensatz, Versalien

bs_03

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Antiquaschrift, Mittelachsensatz

mj_05

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Antiquaschrift

bs_20

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, gedrehte Zeilen, Legende, Überschrift, Versalien

bs_15

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Titelei

so_05

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Antiquaschrift, Blocksatz, Linie, Mittelachsensatz, Pagina, Überschrift

dy_09

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Antiquaschrift, Blocksatz, Legende, Pagina, rechtsbündiger Flattersatz, Spaltensatz

bsb_04

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags geometrische Formen, Groteskschrift

so_10

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Antiquaschrift, Flattersatz, Überschrift

book_l12

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags gedrehte Zeilen, Groteskschrift, Mittelachsensatz, Versalien

bs_23

(Fons Hickmann m23)

Gesine Grotrian-Steinweg & Fons Hickmann
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.fonshickmann.com

tags Abbildung, Antiquaschrift, Linie, Mittelachsensatz