Texte

Symmetrischer Satz darf nicht mit unsymmetrischem vermischt werden.

Symmetrischer Satz darf nicht mit unsymmetrischem vermischt werden. Diese Grundregel ist selbstverständlich.

Jan Tschichold, 1960.

Quelle: Erfreuliche Drucksachen durch gute Typographie. Eine Fibel für jedermann. Ravensburg: Otto Maier, 1960. 3. Aufl. Augsburg: MaroVerlag, 1996. S. 68.




Zwei oder mehrere auf einer Buchseite nebeneinanderstehende Textspalten sind eine typographische Einheit. Sie müssen als Ganzes gesehen werden.

Zwei oder mehrere auf einer Buchseite nebeneinanderstehende Textspalten sind eine typographische Einheit. Sie müssen als Ganzes gesehen werden. Das gilt vor allem für das Verhältnis des Zwischenschlags zu den Ausgangs-›Leerzeilen‹.

Hans Peter Willberg, 1997.

Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 92.




Flattersatz ohne Trennungen kann wegen der vielen zusammengesetzten Wörter im Deutschen und der dadurch entstehenden extrem großen Unterschiede der Zeilenlänge nicht eingesetzt werden.

Hans Peter Willberg, 1997.

Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 90.




Die Abschnitt-Initialien können in der Grundschrift oder in einer konstrastierenden Schrift, im Grundschriftgrad, zum Beispiel halbfett, größer, mit oder ohne Einzug gesetz werden.

Die Abschnitt-Initialien können in der Grundschrift oder in einer konstrastierenden Schrift, im Grundschriftgrad, zum Beispiel halbfett, größer, mit oder ohne Einzug gesetz werden. Sie müssen deutlich sein, dürfen aber nicht dominieren und nicht den Eindruck von Kapitelinitialien erwecken.

Hans Peter Willberg, 1997.

Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 129.




Die Frage bei der Wahl der Satzart heißt nicht: was gefällt mir?, sondern: welche Form ist für diesen Text richtig?

Hans Peter Willberg, 1997.

Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 89.




Schriftmischungen sind eine Frage des Typografischen Fingerspitzengefühls. Feste Regeln gibt es nicht.

Hans Peter Willberg, 1997.

Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010.




Heute brauchen die massgeblichen Typographen sowohl die Grotesk als auch die Antiqua.

Heute brauchen die massgeblichen Typographen sowohl die Grotesk als auch die Antiqua, setzen Bücher sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch, verwenden sowohl den freien Zeilenfall als auch den geschlossenen Satz. Alles ist stilistisch möglich, zeitgemäß möglich geworden. Geblieben sind nur noch offene Türen zum Einrennen.

Karl Gerstner, 1964.

Quelle: Programme entwerfen: statt Lösungen für Aufgaben Programme für Lösungen. 3. Ausgabe. Baden: Lars Müller, 2007. S. 58.




zeichen einer humanen gesellschaft und einer humanen kommunikation sind sie nicht.

versalbuchstaben einer total verkünstellen schrift, die nur der geometrie ergeben ist, verbinden sich mit royaler mittelachse und höfischer symmetrie. eine solche gesinnung könnte man bei meßbüchern einer klerikalen hierarchie hinnehmen oder beim lebenslauf einer hochwohlgeborenen, von der vorsehung ausgewählten autoritat. zeichen einer humanen gesellschaft und einer humanen kommunikation sind sie nicht.

Otl Aicher, 1988.

Quelle: Typographie. 3. Aufl. Lüdenscheid: Ernst & Son, 1995. S. 91.




Schriftmischungen sind beschränkt, das heißt, es können nicht wahllos irgendwelche Schriften nebeneinander verwendet werden.

Hans Rudolf Bosshard, 1996.

Quelle: Sechs Essays zur Typografie, Schrift, Lesbarkeit. Zürich / Sulgen: Niggli, 1996. S. 146.




Zu feine Linien verbinden sich nicht mit dem Schriftbild; sie wirken wie ein Schnitt.

Unterstreichung in einer Linienstärke, die dem Schriftbild angepaßt ist. Zu feine Linien verbinden sich nicht mit dem Schriftbild; sie wirken wie ein Schnitt.

Hans Peter Willberg, 1997.

Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 135.




asymmetrie wurde modern, also pflegte man asymmetrie. daraus haben modische typographen den schluß gezogen, man könne schriften nach einer rechten kante ausrichten.

der kulturelle protest gegen den klassizismus kann auch zum blanken unsinn führen. man pflegte die asymmetrie, um das prinzip freiheit gegen die ordnungen des absolutismus ins feld zu führen. asymmetrie wurde modern, also pflegte man asymmetrie. daraus haben modische typographen den schluß gezogen, man könne schriften nach einer rechten kante ausrichten.

Otl Aicher, 1988.

Quelle: Typographie. 3. Aufl. Lüdenscheid: Ernst & Son, 1995. S. 139.




Bei Schriftmischungen muß man auf einen wirksamen, doch passenden Kontrast bedacht sein und die fremde Schrift so selten wie möglich, in kleineren Arbeiten möglichst nur in einer Zeile, einbringen.

Jan Tschichold, 1960.

Quelle: Erfreuliche Drucksachen durch gute Typographie. Eine Fibel für jedermann. Ravensburg: Otto Maier, 1960. 3. Aufl. Augsburg: MaroVerlag, 1996. S. 77.




Bei Flattersatz besteht die Gefahr des Überspringens in die Nachbarspalte nicht, da der immer gleichmäßige Wortabstand gegenüber dem Zwischenschlag von vorneherein ausbalanciert werden kann.

Bei Flattersatz besteht die Gefahr des Überspringens in die Nachbarspalte nicht, da der immer gleichmäßige Wortabstand gegenüber dem Zwischenschlag von vorneherein ausbalanciert werden kann. Der Zwischenschlag kann geringer bemessen sein als bei Blocksatz, da er optisch größer wird.

Hans Peter Willberg, 1997.

Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 93.




Unsymmetrischer Satz ist nicht besser als symmetrischer; er ist nur anders.

Unsymmetrischer Satz ist nicht besser als symmetrischer; er ist nur anders. Es gibt elenden unsymmetrischen und vollendeten Mittelachsensatz, wie es Aufgaben gibt, die für symmetrischen Satz ungeeignet sind, während andere symmetrisch besser als unsymmetrisch gelöst werden können.

Jan Tschichold, 1960.

Quelle: Erfreuliche Drucksachen durch gute Typographie. Eine Fibel für jedermann. Ravensburg: Otto Maier, 1960. 3. Aufl. Augsburg: MaroVerlag, 1996. S. 68.




Die Typographie bestand aus grob gesetzten Satzblöcken, die flächig das Papier bedeckten und ein manchmal verwirrendes Durcheinander von Farbflächen, Symbolen und fetten Linien in asymmetrischer Anordnung ergaben.

Das Weimarer Bauhaus (1923 als Dessauer Bauhaus gegründet und 1933 geschlossen) hat sich mit moderner Formgebung beschäftigt. Die Grotesk galt als die Universal-Druckschrift. Die Typographie bestand aus grob gesetzten Satzblöcken, die flächig das Papier bedeckten und ein manchmal verwirrendes Durcheinander von Farbflächen, Symbolen und fetten Linien in asymmetrischer Anordnung ergaben. Die Liebe zur Grotesk und eine gewisse Großzügigkeit des Satzbildes blieben lebendig bis heute.

Josef Käufer, 1956.

Quelle: Das Setzerlehrbuch. Die Grundlagen des Schriftsatzes und seiner Gestaltung. 3. Auflage. Stuttgart: Otto Blersch, 1965. S. 293.




Die Abstände über und unter der Linie müssen deutlich unterschieden sein, dennoch darf die Linie nicht an der folgenden Zeile kleben.

Die Linie als Kopflinie der darauffolgenden Textgruppe. Die Abstände über und unter der Linie müssen deutlich unterschieden sein, dennoch darf die Linie nicht an der folgenden Zeile kleben.

Hans Peter Willberg, 1997.

Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 147.




Bei Unterstreichungen ist die Stärke der Linie zu bedenken, der Abstand der Linie von der Schriftlinie und die Frage, ob Unterlängen ausgespart werden sollen.

Friedrich Forssman, 2002.

Quelle: Detailtypografie. Nachschlagewerk für alle Fragen zu Schrift und Satz. 4. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt Mainz, 2008. S. 277.




Es wird die akzentuierte, betonte, unterstrichene, abgekürzte, bebilderte Schrift herrschen.

Wir müssen schnell lesen, wie knapp sprechen. Damit kann die fließende Schrift nicht mehr dominieren. Es wird die akzentuierte, betonte, unterstrichene, abgekürzte, bebilderte Schrift herrschen. Wie in der Sprache die Mitteilung, die Erklärung, der Aufruf, das Programm, das Kurzwort, das Stichwort. Das Plakat muß erfaßbar sein, wenn wir mit dem Auto vorbeifahren.

Josef Albers, 1926.

Quelle: Zur Ökonomie der Schriftform, in: Offset, Buch und Werbekunst (Leipzig), Nr. 7., 1926. S. 395.




Bilder

onlab_9214978931

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Ausrücken, Blocksatz, Marginalien, Pagina

onlab_8901287062

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Abbildung, Antiquaschrift, Groteskschrift, Linie, Titelei, Versalien

onlab_6246026895

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags geometrische Formen, Groteskschrift, Schreibmaschinenschrift, Schriftmischung

onlab_5859859998

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Groteskschrift, Schreibmaschinenschrift, Schriftmischung, Titelei

onlab_9733066593

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Abbildung, Blocksatz, Linie, Überschrift, Versalien

onlab_6848674773

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Ausrücken, Blocksatz, Fußnoten, Marginalien, Pagina

onlab_5035991058

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Groteskschrift, Versalien

onlab_0400938303

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Abbildung, Legende

onlab_6877703347

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Blocksatz, Groteskschrift, Überschrift, Versalien

onlab_2009733470

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Mittelachsensatz, Pagina, Verzeichnis

onlab_7455635351

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags gedrehte Zeilen, Versalien

ceco_5502026493

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Abbildung, Legende, Pagina

ceco_6597429533

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Antiquaschrift, Groteskschrift, Schriftmischung, Versalien

ceco_5747695999

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Antiquaschrift, Groteskschrift, Schriftmischung, Versalien

onlab_1616240592

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Abbildung, Flattersatz, Linie, Mittelachsensatz, Pagina, Spaltensatz

onlab_9555203396

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Blocksatz, Groteskschrift, Titelei, Versalien

onlab_8803140860

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Abbildung, Einzug, gedrehte Zeilen, Pagina

onlab_3536854257

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags gedrehte Zeilen, Linie, Versalien, Verzeichnis

onlab_0963050211

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Blocksatz, gedrehte Zeilen, Groteskschrift, Mittelachsensatz, Pagina, Überschrift, Versalien

onlab_9394553194

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Blocksatz, Einzug, Pagina

onlab_5149963070

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Blocksatz, Einzug, gedrehte Zeilen, Groteskschrift, Linie, Pagina, Überschrift, Versalien

onlab_9403695170

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Abbildung, Einzug, Groteskschrift, Linie, Mittelachsensatz, Pagina, Spaltensatz, Überschrift, Versalien

onlab_0355945988

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags gedrehte Zeilen, Groteskschrift, Versalien

onlab_0959536551

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Abbildung, Blocksatz, Groteskschrift, Pagina, Spaltensatz, Überschrift, Versalien

onlab_5347745162

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Ausrücken, Fußnoten, gedrehte Zeilen, Initialen, Marginalien, Pagina

onlab_5097848567

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Blocksatz, Fußnoten, Groteskschrift, Mittelachsensatz, Pagina, Spaltensatz

onlab_1333706974

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Antiquaschrift, Blocksatz, Einzug, Fußnoten, Marginalien

onlab_3441459446

(onlab)

Nicolas Bourquin & Thibaud Tissot
Berlin, Deutschland
seit 2001
www.onlab.ch

tags Titelei