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Wenn die Typografie vom Inhalt ablenkt, wird sie zur störenden Dekoration.
Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 89.
Überschriftzeilen werden nicht mit Blocksatz auf volle Satzbreite ausgetrieben.
Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 175.
Wieviel Textzeilen auf eine Überschrift noch folgen müssen, die im unteren Teil der Seite steht, hängt ebensosehr von der Bedeutung der Überschrift ab wie von der Gesamtzeilenzahl der Seite.
Wieviel Textzeilen auf eine Überschrift noch folgen müssen, die im unteren Teil der Seite steht, hängt ebensosehr von der Bedeutung der Überschrift ab wie von der Gesamtzeilenzahl der Seite. Eine Mindestzeilenzahl sollen auch Schlußseiten aufweisen. In beiden Fällen entscheidet das Gefühl. Regeln, die für solche Fälle genannt werden, können den vielfältigen Möglichkeiten im Buchsatz nicht gerecht werden.
Quelle: Das Setzerlehrbuch. Die Grundlagen des Schriftsatzes und seiner Gestaltung. 3. Auflage. Stuttgart: Otto Blersch, 1965. S. 193.
Die Legende kann sich dem Satzspiegel respektive der Spalten- oder Bildbreite anpassen […].
Die Legende kann sich dem Satzspiegel respektive der Spalten- oder Bildbreite anpassen, sie kann aber auch hier die Zeilenlänge höchstens 60 bis 70 Zeichen betragen sollte.
Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 268.
Die Faustregel für den Satz von Überschriften war immer, so viel Abstand zu lassen, wie ein i an Platz brauchen würde.
Die Faustregel für den Satz von Überschriften war immer, so viel Abstand zu lassen, wie ein i an Platz brauchen würde. Für bequemes Lesen von längeren Zeilen sollte der Wortabstand allerdings erheblich größer sein.
Quelle: Über Schrift. Mainz: Verlag Hermann Schmidt Mainz, 2004. S. 133.
Linien sind ein klassisches typografisches Gestaltungselement.
Linien sind ein klassisches typografisches Gestaltungselement. Sie werden als Kopflinien, manchmal in Verbindung mit den lebenden Kolumnentiteln, als gliedernde Trennungslinien, am Fuß der Seite und in vielen anderen Situationen eingesetzt; in voller Satzspiegelbreite oder verkürzt.
Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 146.
Selbst mit schöner Schrift aber wird man häßliche Typographie machen, wenn man von ihrer Anordnung nichts versteht.
Quelle: Erfreuliche Drucksachen durch gute Typographie. Eine Fibel für jedermann. Ravensburg: Otto Maier, 1960. 3. Aufl. Augsburg: MaroVerlag, 1996. S. 8.
Bilder führen kein Eigenleben, sie nehmen Bezug zur Nachbarchaft, vor allem zu den Bild-Nachbarn auf der Seite.
Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 279.
Glaube an keine Regel, die du nicht geprüft hast, verwirf aber auch keine ungeprüfte. Es gibt zwar unsinnige, aber auch viele gut begründete Satzregeln.
Quelle: Typolemik / Typophilie: Streiflichter zur Typographical Correctness. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2000. S. 131.
Schriftmischungen, die nur der Fachmann erkennt, sind sinnlos.
Quelle: Lesetypografie. 5. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt, 2010. S. 138.
Man beachte den Hinweis, daß aus ökonomischen Gründen alles klein geschrieben werde.
Herbert Bayer, Briefblatt, 1925. Kreise, Pfeile, fette Punkte und andere Elementarformen sollten funktional sein und die Lesbarkeit fördern. Man beachte den Hinweis, daß aus ökonomischen Gründen alles klein geschrieben werde.
Quelle: Sechs Essays zur Typografie, Schrift, Lesbarkeit. Zürich / Sulgen: Niggli, 1996. S. 6.
Die Freiheit des Entwerfers liegt nicht am Rand seiner Aufgabe, sondern in deren Mittelpunkt.
Die Typographie ist nicht eine Kunst, obwohl sie im Dienst einer Aufgabe steht, sondern gerade deswegen. Die Freiheit des Entwerfers liegt nicht am Rand seiner Aufgabe, sondern in deren Mittelpunkt. Erst dann ist der Typograph frei, etwas Künstlerisches zu Ieisten, wenn er seine Aufgabe in allen ihren Teilen versteht und denkt. Und jede auf dieser Grundlage gefundene Lösung wird eine integrale sein, wird eine Einheit von Sprache und Schrift, von Inhalt und Form bilden.
Quelle: Programme entwerfen: statt Lösungen für Aufgaben Programme für Lösungen. 3. Ausgabe. Baden: Lars Müller, 2007. S. 58.
Schriftmischungen sind beschränkt, das heißt, es können nicht wahllos irgendwelche Schriften nebeneinander verwendet werden.
Quelle: Sechs Essays zur Typografie, Schrift, Lesbarkeit. Zürich / Sulgen: Niggli, 1996. S. 146.
Im Flattersatz wird selten getrennt, und es werden ›schöne‹ Trennungen gesucht.
Quelle: Detailtypografie. Nachschlagewerk für alle Fragen zu Schrift und Satz. 4. Auflage. Mainz: Verlag Hermann Schmidt Mainz, 2008. S. 152.
Glaube auch deinen eigenen Erfahrungen und Entscheidungen nicht, sondern überprüfe sie immer aufs Neue. Das gibt dir die Chance besser zu werden.
Typografie kann unter Umständen Kunst sein.
Quelle: Thesen zur Typografie. Aussagen zur Typografie im 20. Jahrhundert. Eschborn: Linotype GmbH, 1986. S. 18.
Gute Gestalter lernen die Regeln, bevor sie sie brechen.
Was wir am meisten lesen, lesen wir am besten. Selbst wenn es miserabel gesetzt ist, schlecht gestaltet und mies gedruckt. Was nicht heißen soll, dass es sich nicht lohnt, sauber zu drucken, sorgfältig zu setzen und gekonnt zu gestalten. Es heißt nur, dass gewisse Bilder sich tief ins Gedächtnis des Lesers eingraben. Daran sollten Grafiker, Setzer, Redakteure und Drucker immer denken und jeder, der sich mit Kommunikation befasst. Manchmal ist es am besten, alle Regeln zu befolgen, mitunter jedoch muss man sie brechen, um Aufmerksamkeit zu erheischen. Gute Gestalter lernen die Regeln, bevor sie sie brechen.
Quelle: Über Schrift. Mainz: Verlag Hermann Schmidt Mainz, 2004. S. 39.
Zu den klassischen Satzarten gehört außer Flatter- und Blocksatz die Anordnung auf Mitte, welche ›einen schmalen Fuß macht‹, also adrett anzusehen ist, vermittelt sie doch Harmonie und Eleganz, aber auch Autorität.
Quelle: Ursache & Wirkung. Ein typografischer Roman. Erlangen: Context Verlag, 1982. S. 89.
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